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Kunst und Amüsement auf der Insel

Auf dem Dornbusch lebte zu Beginn dieses Jahrhunderts einsiedlerisch in seiner „Bergwald-Kolonie“ der exzentrische Schauspieler Alexander Ettenburg, der Hiddensee der Künstlerprominenz erschloss.

In der von ihm so getauften Swanti-Schlucht rezitierte er stimmgewaltig dramatische Verse, führte mit Einheimischen seine selbstverfassten Stücke auf - so etwa „Swantevits Fall“, und bewirtete in seiner „Bergwallschänke“ Gäste.



Prominente und Künstler jedes Genres sind seither den Reizen Hiddensees erlegen: Franz Kafka, Sigmund Freud, Albert Einstein, Billy Wilder, Heinrich George, Bert Brecht, Gottfried Benn, Max und Käthe Kruse, Ernst Toller, Erich Mühsam, Conrad Felixmüller, Erich Heckel, Hans Fallada, Ernst Barlach, Gustaf Gründgens, Max Reinhardt, Rainer Maria Rilke, Anna Seghers, Hans Söhnker, Franz Werfel, Erich Kästner, Stefan Zweig, Lion Feuchtwanger und unzählige andere hat das „söte Länneken“ in seinen Bann gezogen.

In den 20er und 30er Jahren amüsierte sich die verrückte Berliner Mischpoke, Asta Nielsen, Joachim Ringelnatz, Henny Porten, Carl Zuckmayer und George Grosz in den Hiddenseer Dünen.



Gerhart Hauptmann, die Dresdner Tanzpädagogin Gret Palucca und der dänische Stummfilmstar Asta Nielsen haben - wie viele andere Künstler - Häuser auf Hiddensee besessen.

Am Nordrand von Kloster steht, am Kirchweg, auf dem Weg zum Inselmuseum die Villa Lietzenburg, die in den zwanziger Jahren Treffpunkt der Künstler war und 1904 vom Maler Oskar Kruse, Schwager der Puppenmutter Käthe Kruse, in reinem Jugendstil erbaut wurde.

Thomas Mann besuchte Hauptmann im Jahre 1924 auf der Insel und liess einige Wesenszüge des Kollegen in die Figur des Mynheer Peeperkorn aus seinem Roman „Der Zauberberg“ einfliessen.



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Unser Literaturtip: Hiddensee - Insel der Fischer, Maler und Poeten von Michael Baade und Wolf-Dietmar Stock





Die runenartigen Zeichen, die an manchen Häusern angebracht sind, nennt man "Hausmarken". Sie dienten früher zur Kennzeichnung des Eigentums.