Hiddensee ist ein kleines Eiland vor der Westküste Rügens, das viel Besonderes und Unverwechselbares bietet und sich als „touristischer Spätentwickler“ bis heute seine ursprünglichen Reize bewahren konnte. Der Name „Hedinsey“ taucht bereits in den Jüngeren Edda und in der „Historica Danica“ des Saxo Grammaticus auf und bedeutet soviel wie „Insel des Hedin“. Der legendäre Norwegerkönig Hedin soll hier um eine Frau oder auch nur um Gold gekämpft haben. Das später unter dänischer Herrschaft offiziell gebräuchliche „Hedins-Oe“ wurde von den Einwohnern dann zu Hiddensee eingeschliffen


Für den Hiddensee-Reisenden vor etwa 100 Jahren war die Anreise ein kleines Abenteuer: Erst einmal musste er sich vom Tourenschiff Stralsund-Breege/Wittow wohl oder übel aus- oder abbooten lassen. Über Signal wurde dann ein Fährmann gerufen, der ihn mit seinem Ruderboot an das flache Ufer brachte. Doch dann war der Passagier erst auf der Fährinsel, und ob der Fährmann nun bereit war, den weiblichen Teil der Gäste über den schmalen Wasserweg zu tragen, soll immer vom Aussehen und Gewicht der Damen abhängig gewesen sein. Die Herren mussten die Hosen hochkrempeln und waten. Heute ist diese Fährinsel Brutgebiet für Seevögel.

Auch nachdem am 17. Juli 1887 erstmals der Dampfer „Germania“ auf einer Extrafahrt mit Getöse Kloster erreicht hatte und ab Juli 1892 der Salon- und Postdampfer „Caprivi“ dann diesen Ort in seine reguläre Route aufgenommen hatte, blieb die Zahl der Hiddensee-Urlauber übersichtlich.

Im Jahr 1905 entstand eine Landungsbrücke für Motorboote im Süden bei Neuendorf/Plogshagen, wenige Zeit später konnten Stralsunder Dampfschiffe Vitte anlaufen. Dennoch blieb es ruhig auf der Insel, die weder Kurhäuser noch Tennisplätze oder gar prunkvolle Promenaden bot.

Die Mischung aus äusserst reizvoller Landschaft und fast meditativer Ruhe lockte jedoch schon bald - und das hat sich bis heute nicht geändert - den feinfühligen Reisenden an, darunter viele Schriftsteller, Dichter, Poeten, Maler und Schauspieler, die nach Ende des ersten Weltkrieges Hiddensees Ruf als Künstlerinsel begründeten.



 

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Keine Autos. Keine Termine. Kein Alltag. Keine Kompromisse. Nur Insel, Weite, Landschaft, Himmel, Sonne, Wind und Meer.


Auf knapp 19 Quadratkilometern präsentiert sich Hiddensees vielfältige Schönheit in schneeweissen, da und dort fast karibisch anmutenden Sandstränden, in steilen, rauhen Klippen, in winddurchrauschten Kiefernwäldern und lichtdurchfluteten Buchenhainen, in leuchtend blühender Heide und weiten Salzwiesen - und in einem Meer, das sich mal mild kräuselt und mal wilde Schaumkronen wirft.

Unser Literaturtip: Manfred Faust, geboren 1950, Dr. phil., Studium Geschichte und Pädagogik, Leiter des Stadtarchivs Hürth und Dozent in der Erwachsenenbildung ist seit 20 Jahren regelmässiger Besucher und Liebhaber Mecklenburg-Vorpommerns, hat eine spannendes Buch über die spannende Geschichte der wunderschönen Insel Hiddensee geschrieben. Der Bogen des Buches spannt sich von den Sagen und Legenden um die Entstehung der Insel über gesicherte historische Fakten aus der Zeit der ersten Besiedelung bis zum Jahre 1990