Peter Haertling
Peter Härtling,
geboren am 13. November 1933 in Chemnitz, Gymnasium in Nürtingen bis 1952.

Danach journalistische Tätigkeit; von 1955 bis 1962 Redakteur bei der "Deutschen Zeitung", von 1962 bis 1970 Mitherausgeber der Zeitschrift "Der Monat", von 1967 bis 1968 Cheflektor und danach bis Ende 1973 Geschäftsführer des S. Fischer Verlages.

Seit Anfang 1974 lebt er als freier Schriftsteller in der Nähe von Frankfurt. 1995 wurde ihm das Grosse Bundesverdienstkreuz verliehen.
 

Unser Interview im September 2001 mit Peter Härtling

Herr Härtling, wie oft haben Sie Hiddensee schon besucht?

Viermal.

Hat Sie die Insel schon einmal zu einem Gedicht oder Roman inspiriert?

So weit ging die Insel noch nicht ...

Was fasziniert Sie an Hiddensee?

Die ganz "eigene" Landschaft und die (noch) unverbrauchte Natürlichkeit des Insellebens.

Kann Sie die Insel "bodenlos heiter" stimmen?

Heiterkeit mit Boden ist mir lieber.

Schreiben Sie auch auf Hiddensee an Ihren Büchern? Wenn ja, halten Sie es wie Gerhart Hauptmann: frühmorgens baden, dann ein langer Produktivspaziergang mit Notizbuch und nachmittags die Schreibstunden?

Ja, ich arbeite regelmässig an meinen Büchern weiter: Am Vormittag wird geschrieben, nachmittags gebadet, spaziert.

Was gefällt Ihnen an Hiddensee besonders, wo wohnen Sie, wenn Sie hier sind und wo gehen Sie essen? Gibt es eine inseltypische Lieblingsspeise?

Dreimal verbrachten wir die Ferien im Inselhaus Hiddensee am Süderende von Vitte. Wir probieren Restaurants nach Lust und Laune. Meine Inselspeise: gebratene Flunder.

Sonnenuntergang am Leuchtturm, eine laue Sommernacht. Welche Musik möchten Sie dabei hören?

Schuberts Lied: Im Abendrot

Wenn Sie ein Haus auf Hiddensee bauen würden, wie würde es aussehen?

Es würde einem Fischerhaus gleichen, reetgedeckt.

Welche Bücher befanden sich in Ihrem Urlaubsgepäck in diesem Sommer?

Fontane: Stechlin (zum wiederholten Wiederlesen); Felix Mendelssohn-Bartholdy: Briefe; diverse Krimis.

Herr Härtling, wir bedanken uns für dieses Interview.

 

 
 
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Unser Literaturtip - 2001 erschienen bei Kiepenheuer & Witsch: Hoffmann oder Die vielfältige Liebe. Eine Romanze.

 
 
 
 

Kurzbechreibung: Die besessene Liebe eines Multigenies - der faszinierende E.T.A.-Hoffmann-Roman von Peter Härtling.

Peter Härtling erzählt von E.T.A. Hoffmann und dessen Bamberger Jahren. Fünf Jahre verbrachte der Musiker, Komponist, Maler, Schriftsteller und Richter E.T.A. Hoffmann (1776-1822) in Bamberg, als Theaterkapellmeister, Komponist, Regisseur und Bühnenmaler. Umrahmt von der Vor- und Nachgeschichte konzentriert sich Peter Härtlings Roman vor allem auf die Liebe Hoffmanns zu der Gesangsschülerin Julia, der er hoffnungslos verfallen ist.

"Eben hat er die Stimme gehört, nach der er suchte, die er sich wünschte. Er hebt den Kopf, sieht Julia an und entdeckt nun auch das Wesen, das ihm entgangen, das zu erkennen er nicht imstande gewesen ist. Ihr Atem hat sich noch nicht beruhigt, sie zieht die Stirn kraus und erwidert fragend seinen Blick: Hab ich etwas falsch gemacht? Er räuspert sich laut und theatralisch, ehe er antwortet: Nein, aber ich habe, scheint es, Ihren Frosch geschluckt, Fräulein Julia. Sie mustert ihn verdutzt, legt die Hand vor den Mund und kichert. Natürlich habe ich ihn zum Froschkönig befördert. Er schweigt, nimmt sie schauend in Besitz. Wenn sie wüsste...
"