Kurz
nach der Jahrhundertwende schlug die Stralsunder Malerin
Elisabeth Büchsel (1867-1957) ihr Lager auf Hiddensee
auf, wohnte bei Fischern, lebte mit diesen und verstand es
anfangs hinreichend, mit ihren neumodischen Anwandlungen
die Hiddenseer in aufgebrachtes Staunen zu versetzen.
Elisabeth
Büchsel nahm morgens gerne ein erquickendes Bad im Meer,
was die Einheimischen erheblich irritierte. Die schlimmsten
Krankheiten wurden ihr prophezeit ob ihres Leichtsinns, ein
früher Tod sowieso. Elisabeth Büchsel jedoch war stets
gesund bis ins hohe Alter und wurde bekannt durch ihre grossartige
Begabung, auf ihren Bildern Landschaften und Menschen stimmungsvoll
darzustellen: die Fischer beim Netzflicken, die Frauen
auf dem Feld, die Hiddenseer Kinder beim Spiel.
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